Page 18 - FL-04_2021
P. 18

 LEH kompakt
  Edeka Südwest
Bahn startet Modellversuch mit Automaten-Supermarkt
Die Deutsche Bahn und Edeka Südwest haben in Rennin- gen in Baden-Württemberg den ersten digitalen Lebens- mittelmarkt „E 24/7“ eröffnet. Der kommt ohne Personal aus. Hier können Kunden ihre Einkäufe und den Reisepro- viant zu jeder Tages- und Nachtzeit bequem per App oder am Automaten ordern. Die bestellten und bezahlten Waren werden mittels Robotertechnik zusammengesucht und an einer Ausgabe bereit gestellt. Das Sortiment soll zu einem späteren Zeitpunkt bis zu 800 Produkte umfassen, von de- nen viele Bio-Qualität haben. Anfänglich werden rund 300 Produkte verkauft. Im benachbarten Backshop sind frische Backwaren erhältlich. Das Konzept wurde gemeinsam mit dem Stuttgarter Technologie-Start-Up Smark entwickelt. Die Investitionskosten betragen 500.000 Euro. Renningen ist einer von 16 so genannten Zukunftsbahnhöfen in der Bundesrepublik. Die Deutsche Bahn testet hier neue Kon- zepte und Services. Von den Reisenden gut angenommene Maßnahmen werden noch 2021 andernorts umgesetzt.
Rund 300 Produkte sind im Pilotladen in Renningen erhältlich, später sollen es rund 800 werden.
Netto
Klimaneutralität ist wichtiges Ziel
Netto, Tochterunternehmen der dänischen Salling Group, handelt nach eigenen Angaben seit 2021 klimaneutral und strebt damit eine Sonderstellung im Discount an. Ei- ne deutliche Verringerung der CO2-Emissionen sei durch zahlreiche Maßnahmen erreicht worden, zum Beispiel den flächendeckenden Einsatz von LNG-Flüssiggas-Lastwagen oder das Anlegen von Blühwiesen für mehr Insekten. Mehr als 400 Artikel werden von regionalen Lieferanten zugelie- fert. Das bedeutet: 20 Prozent der Netto-Produkte wer- den in den Bundesländern hergestellt, in denen sie zum Verkauf stehen. Viele Produkte im Netto-Sortiment sind mit anerkannten Nachhaltigkeitssiegeln ausgezeichnet. Außerdem wird dem Unternehmen zufolge die Plastik- Reduktionsstrategie bei den Netto-Eigenmarken und den
Obst- und Gemüseartikeln weiter voran getrieben. Darü- ber hinaus achtet Netto auf den Einsatz nachhaltiger Ma- terialien beim Innenausbau oder beim Werbeprospekt- Druck. 80 Prozent der Netto-Märkte spenden Lebensmittel an örtliche Tafeln.
Tegut
„Quartier“-Konzept startet
Das neue Tegut-Konzept Quartier wurde im März der Öf- fentlichkeit vorgestellt. Auf 340 Quadratmetern finden Kun- den in der neuen Filiale nun alles, was man für eine schnelle Pause braucht, die gleichzeitig frisch und ausgewogen sein soll: Geschnittene Früchte, Gemüsesnacks mit passen- den Dips, Snackschalen, aber auch frisch zubereitete Säfte, Smoothies und Menüschalen für die Zubereitung im Back- ofen oder in der Mikrowelle. Es gibt ebenso frische Paninis, komplette Salat-Bowls, Quiches und täglich wechselnde Mittagsgerichte sowie ein großes Angebot an Desserts und Kuchen. Wer die kurze Wartezeit während der Zubereitung nutzen möchte, kann nebenbei Smartphone oder Tablet in den USB-Steckdosen laden. Mails checken oder im Internet surfen ist durch das Kunden-WLAN ebenfalls kein Problem. Laden und Surfen ist ebenso kostenfrei wie das Leitungs- wasser, das man sich unbegrenzt nachfüllen kann. Für eilige Kunden stehen drei Self-Checkout-Terminals zur Verfügung, an denen sie ihre Ware schnell und einfach selbst scannen und per Karte bezahlen können. Noch schneller geht’s mit der Selfscanning-App: Elektronische Regaletiketten sorgen hierbei für den unkomplizierten Einkauf.
Alnatura
Pilotbetrieb bei We-Care
Nur wenige Tage nach der Vorstellung des We-Care-Stan- dards durch das Forschungsinstitut für Biologischen Land- bau (FiBL) haben Alnatura und die Pure Taste Group mit der Marke „Lebensbaum“ die Pilotzertifizierung im ,Höheren Level‘ bestanden. Der neue We-Care-Standard soll die so- ziale und ökologische Gerechtigkeit entlang der Lieferkette erhöhen. So zertifizierte Unternehmen können nachweisen, dass sie vom Anbau in den Ursprungsländern bis zum ferti- gen Produkt konsequent nachhaltig handeln. Auf diese Wei- se übernehmen sie Verantwortung für Mensch und Umwelt. Im Mittelpunkt stehen die vier Handlungsfelder Lieferket- tenmanagement, Unternehmensführung, Umweltmanage- ment und Mitarbeiterverantwortung. 164 Prüfungskriterien müssen abgearbeitet werden. Eine der Grundlagen für die Zertifizierung von Alnatura waren die Policy-Sozialstandards des Unternehmens. Diese gelten bereits seit 2014. Sie defi- nieren strikte Vorgaben an Herstellerpartner, die für Alnatu- ra Rohwaren in so genannten Risikoländern einkaufen und verarbeiten.
  18 FleischMagazin 4/2021
FOTO: BAUMANN/EDEKA


















































































   16   17   18   19   20