Page 45 - FL-04_2021
P. 45

gründete AVO mit dem Unternehmen AVO-Werke Sp. z.o.o. im Ort Kobierzy- ce in Polen ein Tochterunternehmen. Darüber hinaus arbeitet AVO weltweit mit ausgewählten Partnerunternehmen zusammen.
Investitionen von 100 Millionen Euro
Der wirtschaftliche Erfolg spiegelt sich in permanenten Investitionen in modernste Anlagen- und Produktionstechnik sowie in die Optimierung von Prozessen wider: 1997 Neubau der Flüssigproduktion in Belm, 2001 Erweiterung der Produktion und des Lagers, 2005 Aufstockung des Verwaltungsgebäudes, 2007 Erweiterung der Entwicklungsabteilung, 2010 Fertig- stellung des vollautomatischen Hochre- gallagers und Inbetriebnahme der 1.600 Quadratmeter großen Photovoltaikan- lage, 2011 Betriebserweiterung im Tro- ckenbereich mit neuer Verwiegetechnik und hochentwickelten Misch- und Do- siersystemen und schließlich 2020 die Werkserweiterung mit dem Neubau des Logistikzentrums für Fertigwaren mit ei- nem vollautomatischen Hochregallager.
Insgesamt wurden in diesem Zeitraum Investitionen von 100 Millionen Euro getätigt.
Dass man gut für die Zukunft gerüstet ist, zeigt sich auch in Zeiten der Pan- demie. „Wir kommen vergleichswei- se gut durch die aktuelle globale Krise und werden das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzplus abschließen“, resümiert Geschäftsführer Guido Maß- mann. „Zudem konnten wir viele Ent- wicklungen im digitalen Bereich enorm beschleunigen. Unser Markenzeichen ist und bleibt Kundennähe und genau die werden wir zukünftig auch verstärkt durch digitale Präsenz intensivieren und so neue Erlebnisbereiche für unse- re Kunden schaffen. Wir sehen darin die perfekte Ergänzung zu unseren 65 Mit- arbeitern im Außendienst, die natürlich weiterhin unsere Kundenorientierung mit Leben füllen.“
Klimaneutraler Produktionsstandort
Parallel dazu werden die Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit vertieft.
Bis zum Jahr 2023 strebt AVO die Quali- fikation nach dem Standard „nachhalti- ger Wirtschaften“ des ZNU, Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke an. Dar- über hinaus ist es das erklärte Ziel der Geschäftsführung, AVO zum klimaneu- tralen Produktionsstandort durch die Zertifizierung „ZNU goes Zero“ zu transformieren.
Angesichts dieser Herausforderun- gen blicken die Geschäftsführer Guido Maßmann und Bernhard Loch zuver- sichtlich in die Zukunft. „AVO steht wei- terhin für Kontinuität und Verlässlich- keit zusammen mit der Flexibilität und Innovationskraft, die unser Unterneh- men auszeichnet,“ erläutert Bernhard Loch.
„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Kunden und Geschäftspart- nern sowie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Erfolgsgeschich- te der AVO-Werke fortzuschreiben. Für die Zukunft sind wir bestens aufgestellt“, zeigen sich beide Geschäftsführer über- zeugt. red
Trends
 100 Jahre AVO-Werke
 AVO ist seit 100 Jahren auf dem Gebiet der Herstellung und Vermarktung von Gewür­
zen, Gewürzmischungen, Flüssigwürzungen, Marinaden, Saucen und Lebensmittelzusatz­ stoffen tätig. Zudem beraten die AVO­Experten viele namhafte Marken bei der professionellen Herstellung von Lebensmitteln, vor allem in den Bereichen Fleisch und Convenience.
Standorte: Belm (Deutschland),
Ingwiller (Frankreich), Kobierzyce (Polen)
Mitarbeiter: 750 insgesamt, 650 am Hauptstandort in Belm
Produkte: 8.000
Jahresoutput: 46.000 t Rohgewürze,
Kräuter etc.
Umsatz: 200 Mio. Euro (2019)
Exportanteil: 23 % vom Gesamtumsatz Kunden: Lebensmittelhersteller sowie Lebens­
mittelhandel im B2B Segment sowie auch Handwerk (im Bereich Fleischverarbeitung)
 Um 1928/29: Mitarbeiterinnen bekleben Gewürzdosen des stark wachsenden Unter- nehmens.
FleischMagazin 4/2021 47










































































   43   44   45   46   47